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STEPHAN BRIEM  | RECHTSANWALT GmbH

Schadenersatz für VW- und Porsche Automobil Holding SE-Aktionäre

 

Es verdichten sich die Anzeigen dafür, dass die Führungskräfte der Volkswagen AG und die Porsche Automobil Holding SE bereits vor dem Absetzen der ersten Ad-hoc-Mitteilung in der "Diesel-Thematik" am 20.09.2015 von den Manipulationen an den Fahrzeugen Kenntnis gehabt haben. Dass die Volkswagen AG die Öffentlichkeit nicht bereits beim Vorliegen des ersten Berichts der CARB und dessen Auswertung am 01.10.2014 über eine Ad-hoc-Mittteilung von der "Diesel-Thematik" informiert hat, stellt eine Verletzung der Ad-hoc-Informationspflicht dar. 

 

Anleger, die in Kenntnis dieses Sachverhalts nach dem 01.10.2014 VW- oder Porsche Automobil Holding SE-Aktien gekauft haben, oder Ihre bestehenden Aktienbestände bei Kenntnis des wahren Sachverhalts verkauft hätten, haben Anspruch auf Ersatz des Schadens, der aus dem pflichtwidrigen Verhalten der Volkswagen AG entstanden ist. Der Schadenersatz erfolgt im Wege der Naturalrestitution (Übertragung der Aktien an die Volkswagen AG Zug um Zug gegen Rückerstattung des Kaufpreises samt Spesen). Da die Volkswagen AG die Öffentlichkeit am 20.09.2015 von der "Diesel-Thematik" informiert hat, verjährt dieser Schadenersatzanspruch am 20.09.2018. 

 

Der Oberste Gerichtshof hat zu 6 Ob 18/17s am 07.07.2017 entschieden, dass er keine Zuständigkeit gem Art 7 Nr 2. EuGVVO für eine Schadenersatzklage eines VW-Aktionärs in Österreich sieht. Diese Entscheidung steht im Widerspruch zur Rechtsprechung des EuGH zur Auslegung des Art 7 Nr. 2 EuGVVO. Nach dieser Bestimmung kann der Geschädigte wählen, ob er seinem Anspruch am Handlungsort oder am Erfolgsort geltend macht. Erfolgsort ist jener Ort, an dem der Schaden eingetreten ist. Das ist bei einem Aktionär, dessen Wertpapierdepot von einer österreichischen Bank geführt wird, der Ort der Bankniederlassung, die das Wertpapierdepot führt. Diese Frage hat der OGH jüngst zu 3 Ob 28/17i dem EuGH im Wege des Vorabentscheidungsersuchens vorgelegt. Es liegt also nun beim EuGH, ob Aktionäre mit Depotführung in Österreich, die Volkswagen AG und die Porsche Automobil Holding SE am Erfolgsort in Österreich klagen können. 

 

Wenn Sie von der "Diesel-Thematik" als Aktionär der Volkswagen AG oder der Porsche Automobil Holding SE betroffen sind, so vereinbaren Sie unter 01/966 93 73 einen Beratungstermin oder senden Sie mir eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 


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